pyLoad die Alternative zu JDownloader

Anzeige der aktuellen Aktivität im WebinterfacepyLoad ist ein schneller, leichtgewichtiger Downloadmanager für One Click Hoster, der sowohl für Linux als auch für Windows angeboten wird. Im Gegensatz zum JDownloader benötigt pyLoad keine graphische Oberfläche somit ist er sehr gut für den Server geeignet. Man kann pyLoad per Konsole, GUI, Webinterface, IRC und XMPP Chatclient bedienen, unabhängig davon ob der pyLoadserver lokal oder auf einem Server läuft. Außerdem ist pyLoad ein OpenSource Projekt, das unter der GPL steht.

Es werden mit Rapidshare, Uploaded, Megaupload und Netload die (für mich) wichtigen One-Click-Hoster unterstützt, eine vollständige Liste der unterstützten Hoster ist auf der offiziellen Homepage zu finden. Desweiteren werden auch Container und Linkprotectingsites unterstützt. Bei den meisten Seiten werden die Captchas automatisch erkannt, es gibt jedoch einige wenige Seiten, die Captchas einsetzen, die noch nicht geknackt sind. Im Gegensatz zum JDownloader muss der Nutzer hier nicht lokal die Captchas eingeben, sondern kann dies bequem von einem entfernten Rechner aus per GUI oder Webinterface erledigen.

Durch den geringen Ressourcenverbrauch kann man pyLoad auch direkt auf einem NAS oder einem Router betreiben. Ich habe es momentan auf einem kleinen Homeserver im Einsatz. Aktuell gibt es für pyLoad leider noch keinen Daemon, den man automatsch starten kann. Deshalb habe ich einen ein bißchen unschönen Hack verwendet. Ich rufe über die bash_profile beim Starten einen Screen als Daemon auf, in diesem Screen läuft der pyLoad Server. Dies lässt sich realisieren, indem man im home-Verzeichnis oder, falls pyLoad als root gestartet werden soll, im root Verzeichnis in der Datei .bash_profile die Zeile

screen -dmS pyload /usr/bin/pyLoadCore

anhängt.

Ebenso wie beim JDownloader kann man bei pyLoad eine Liste von häufig verwendeten Passwörtern zum Entpacken der Archive anlegen. Bisher ist dies jedoch noch nicht aus einer der Bedienoberflächen möglich. In den Interfaces kann man lediglich für das aktuelle Archiv ein Passwort übergeben. Um eine Passwortliste anzulegen, editiert man die unrar_passwords.txt. Jede Zeile steht für ein Passwort. Unter Linux ist die Datei im home/root Verzeichnis im Einstellungsordner .pyload.

Mit einem pyLoad Server sind auch mehrere Benutzer möglich denn es existiert eine Benutzerverwaltung, diese ist jedoch noch recht rudimentär. Allerdings ist pyLoad ein noch junges Projekt, somit wird es sicher noch viele Verbesserungen geben. Man sieht bereits gute Ansätze und im jetzigen Stadium ist das Programm schon voll nutzbar. Bei mir hat es den JDownloader abgelöst, ich vermisse keine Funktionalität, einzig in der Anzahl der unterstützten Hoster sehe ich derzeit einen Vorteil für den JDownloader.

Hier noch ein paar Bilder:

Eine Antwort

  1. Moep
    Veröffentlicht am 4. September 2011 um 10:44 | Permalink

    Pyload mit Root-Rechten laufen zu lassen ist eine Straftat, die in keiner Anleitung empfohlen werden sollte… ;)